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Testudo hermanni boettgeri

Bei der Testudo hermanni boettgeri handelt es sich um die Griechische Landschildkröte. Sie ist eine von drei im europäischen Teil des Mittelmeerraumes beheimateten Schildkröten der Testudo-Gattung. Durch die Zerstörung der natürlichen Lebensräume und die Haltung der Schildkröten als Haustiere, ist der Bestand an Wildtieren in den letzten Jahrzehnten stark gesunken. Schutzmaßnahmen dienen dem langfristigen Erhalt der Tiere. Daher muss jedes Tier nach dem Schlupf auch gemeldet werden. Jeder Kauf und Verkauf, sowie jedes verstorbene Tier ebenfalls.

Eigenschaften der Testudo hermanni boettgeri

Sie ist eine kleine bis mittelgroße Landschildkröte und erreicht eine Größe von bis zu 25 cm. Eher normal sind aber Exemplare mit 20 cm Größe. Der Bauchpanzer (Plastron) ist bei männlichen und weiblichen Tieren starr und hat kein Scharnier vor den Hinterbeinen. Die Wölbung des Rückenpanzers (Carapax) ist mittelstark, jedoch bei der Testudo hermanni boettgeri etwas niedriger gewölbt als bei der Testudo hermanni hermanni. Betrachtet man den Rückenpanzer aus der Draufsicht, sieht man seine meist ovale Form. Farblich handelt es sich um einen gelb bis olivfarbenen Panzer mit schwarzer Fleckung. Die aus Knochenplatten bestehende Panzerkapsel wird Hornschilden bedeckt. Eine Testudo hermanni boettgeri kann man auch am Schwanzschild „mit“ erkennen, denn meist ist dieses zweigeteilt. Bezeichnend für eine Testudo hermanni ist auch der Hornnagel am hinteren Ende. Dieser ist bei männlichen und weiblichen Tieren vorhanden. Beim Bauchpanzer findet man nur einzelne, schwarze Flecken, aber keine dunklen Farbbänder. Seine Grundfarbe ist immer Hornfarben.

Adulte Landschildkröten haben ein Gewicht von 800 bis 1100 Gramm. Manchmal sind die Tiere auch etwas schwerer. Wie beim Menschen, kann man auch bei der Schildkröte keine Normwerte nennen, die nicht hier und da auch durchbrochen werden. Wichtig ist, die Tiere ordentlich zu ernähren und nie zu viel Futter zur Verfügung zu stellen. Bei zu viel Futter droht zu schnelles Wachstum, was innere Schäden an den Organen zur Folge haben „kann“ und die bekannte Höckerbildung stark fördert.

Jungtiere

Nach der Zeit im Inkubator oder der Brutzeit im Freiland (nur selten in Gefangenschaft gemacht) kommen kleine Schildkröten mit einem Gewicht ab 12 Gramm zur Welt. Die kleinen Tiere beginnen sehr bald mit der Nahrungsaufnahme und suchen auch schon das Wasser. Je nach dem ob man ein sehr warmes Freiland hat, setzt man sie direkt ins Freie oder erst in ein Übergangsterrarium wo sie richtig auf die Beine kommen. Da die Tiere in der Natur auch direkt im Freiland leben, ist es immer ratsam sie dort so schnell wie möglich rein zu setzen.

Die Testudo hermanni boettgeri Jungtiere sind schon sehr robust und kommen auch mit Temperaturschwankungen gut klar. Wenn es ums Fressen geht, sollten sie von Beginn an die gleiche Nahrung erhalten wie die Elterntiere. Im Normalfall sind dies Wildkräuter wie Löwenzahn und alles andere was auch im heimischen Garten gerne als „Unkraut“ bezeichnet wird.