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Umfriedung

Die Umfriedung ist für ein Freilandgehege bei Schildkröten sehr wichtig. Besonders im jungen Alter sind sie eine beliebte Beute für viele andere Tiere. Krähen und Elstern sind stets eine reale Bedrohung und deshalb brauchen Schildkröten auch Schutzhäuser und Unterschlupfmöglichkeiten in denen sie schnell verschwinden können. Ratten, Mader und Mauswiesel sind weitere Bedrohungen für die Tiere. Die Bedrohlichkeit nimmt ab, wenn die Schildkröten erwachsen werden. Bis ca. 500 Gramm sollte man sich besonders vor Vögeln in Acht nehmen. Eine Umfriedung ist im Grunde nur der Schutz der Schildkröten vor eigenen Interessen und vor Angriffen anderer Tiere. Das Thema ist wichtig, aber nach der ersten Umsetzung auch auf Dauer vom Tisch.

Umfriedung als seitliche Grenzen

Schildkrötengehege sollten mit Holzpalisaden, großen Steinplatten, Brettern und / oder anderen „undurchsichtigen“ Materialen abgegrenzt werden, damit die Tiere das Gehege nicht verlassen können. Wichtig ist hierbei, auch ein Untergraben zu verhindern. Daher sollten 20 – 25 cm, besser jedoch 30 cm tiefe Begrenzungen genutzt werden. Nach oben hin muss man mindestens 50 cm aufbauen. Ich empfehle Ihnen aber 60 – 70 cm, da Schildkröten sich auch gern gegenseitig helfen und Huckepack auch höhere Hindernisse überwinden können. Wenn Sie diese Höhen und Tiefen einhalten, verhindern Sie ein Ausbrechen der Schildkröten und gleichzeitig auch einen Einbruch vieler anderer Tiere. Denn auch ein Igel kann gefährlich sein.

Die Grenzen dürfen wie schon geschrieben, nicht durchsichtig sein. Sonst wandern die Tiere immer im Gehege an den Grenzen entlang und versuchen sie ständig zu überwinden. Das kann die Tiere buchstäblich verrückt machen und sie werden das Hindernis nie akzeptieren. Ebenso dürfen sich Schildkröten nicht in Grenzen spiegeln.

Umfriedung zum Schutz von oben

Zum Schutz vor Krähen, Elstern und anderen Eindringlingen von oben, können Sie das Gehege mit einem Gitter abdecken. Bauen Sie sich aus stabilem Draht einen Deckel und legen Sie diesen auf das Gehege. Bei erwachsenen Schildkröten müssen Sie das nicht mehr tun. An Schlechtwettertagen können Sie über das Gitter auch einfach noch eine Plane legen, die das Gehege vor ständigem Regen schützt. Erwachsene Tiere suchen sich ihren Schutz im Schutzhaus und anderen Verstecken.

Achten Sie bei Abdeckungen darauf, dass die Schildkröten diese nicht erreichen können. Wenn Sie eine ordentliche seitliche Grenze gebaut haben, ist der Abstand in die Höhe allein dadurch bereits ausreichend sichergestellt. Legen Sie bei Regen keine Planen ohne festen Halt über das Gehege. Stehendes Wasser erschwert die Plane und drückt sie ggf. ins Gehege. Das stresst die Schildkröten und lässt sich auch an die Plane kommen.

Tipp: Holzpalisaden sehen zwar oft schöner aus, fangen aber mit der Zeit an und geben im Erdreich nach. Sie müssen die Grenzen also jedes Jahr gründlich kontrollieren, damit sie nach dem Winter auch fürs weitere Jahr ausreichend Schutz bilden und stabil bleiben.