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Terrarium

Griechische Landschildkröten im Terrarium zu halten ist grenzwertig und je nach Größe des Tieres und des Terrariums, darf man dies als Tierquälerei bezeichnen. Unter bestimmten Umständen jedoch ist ein Terrarium wichtig und notwendig, deshalb muss jeder Halter von Landschildkröten auch immer mindestens ein Terrarium eingerichtet haben. Die nachfolgenden beiden Terrarien bezeichnen auch zugleich den Einsatzzweck. Vom Inhalt sind die Terrarien sich gleich. Jedoch sitzt in einem Quarantäne-Terrarium immer nur ein Tier allein.

  • Quarantäne-Terrarium
  • Übergangsterrarium

Das Quarantäne-Terrarium sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn ein Tier erkrankt ist oder ein neues Tier kommt und man noch nicht beim Tierarzt war. Denn jedes neue Tier was in eine Gruppe integriert werden soll, muss zuvor von einem Tierarzt auf Parasiten und Krankheiten gecheckt werden. Vorher darf es keinesfalls in eine Gruppe – Ansteckungsgefahr!

Beim Übergangsterrarium spricht man von jenen, welche für die Vorbereitungen zur Winterstarre genutzt werden oder zum Auswintern nach der Winterstarre. Hier setzen viele Halter die Tiere kurze Zeit in ein Terrarium um sie langsam an die Temperaturen zu gewöhnen. Je nach Anzahl der Tiere muss ein Übergangsterrarium sehr groß sein. Man nutzt es auch für Schildkröten ohne Winterstarre – zum Beispiel Pantherschildkröten.

Größe des Terrariums

Von der Größe ist es egal ob es ein Übergangs- oder Quarantäne-Terrarium sein soll. Wichtig ist, welche Tiere in diesem Terrarium einen Platz finden sollen. Jungtiere der Griechischen Landschildkröte brauchen bei bis zu 5 Tieren eine Fläche von mindestens 2 Quadratmetern um sich auf die Winterstarre vorzubereiten oder in Quarantäne noch genug Platz zu haben. Bei adulten Landschildkröten dieser Art sind mindestens 3qm für ein Tier notwendig und mit jedem weiteren Tier sollte man einen halben Quadratmeter hinzufügen.

Inhalt des Terrariums

Im Terrarium muss sich mindestens ein Versteck befinden. Hierfür eignen sich Höhlen sehr gut, da die Schildkröten darin auch sehr gerne nächtigen und dösen. Außerdem sollte eine Wasserstelle eingerichtet sein damit die Tiere baden und trinken können. Nicht vergessen, täglich Wasser wechseln. Ein Futterplatz – wenn nicht ausreichend Pflanzen – sollte ebenfalls da sein und diesen auch immer an der gleichen Stelle belassen. Landschildkröten sind Gewohnheitstiere. Für einen ordentlichen Ausgleich an Licht sorgt im Terrarium eine UV Lampe. Hierfür sind kleine UV-Kompaktlampen aber nicht ausreichend. Die Sonne leistet am Tag über 100.000 Lux und eine kleine Kompaktlampe schafft oft nur 10.000 Lux.

Eine Lucky Bright Sun 70 Watt bringt deutlich bessere Leistung und schafft es auf etwa 60.000 Lux. Kaum ein anderes Produkt kommt auf ähnliche Werte und kann eine ebenso große Haltbarkeit aufweisen. Aus diesem Grund sollte unbedingt solch ein Produkt im Terrarium sein. 95% der Energie bringt die Lampe in die Lichtleistung und 5% bleiben für Wärme. Trotzdem kann die Lampe durchaus auch als Wärmelampe parallel funktionieren. Das sollte man einfach messen. Ansonsten muss eine Wärmelampe zusätzlich installiert sein, damit unter dieser 45 Grad erreicht werden. Diese brauchen Schildkröten um auf Temperatur zu kommen. Ein Stein unter der Lampe dient als Wärmespeicher!

Klettermöglichkeiten

Landschildkröten müssen Klettermöglichkeiten haben. Die Tiere sind sehr gerne in Bewegung und bauen durch ständiges herumlaufen und klettern ihre Muskeln auf. Die Höhle zum Beispiel. Wenn man die Höhle an einer Seite von außen mit Erde aufschüttet, kann man erreichen das Schildkröten sie nicht nur als Unterschlupf nutzen, sondern auch für Kletterübungen und dann auf ihr herumlaufen oder entspannen. Kleine aber stabile Äste sind toll als Hindernisse, genau wie Steine (nicht zu klein, wegen Gefahr des Verschluckens).

Fazit

Ein Terrarium einzurichten ist nicht schwer, aber man sollte bei all den tollen Dingen eines nicht aus dem Auge verlieren: Es ist nur für den Übergang! Die Tiere brauchen neben Kletter- und Schlafplätzen auch noch Platz um einfach eben zu laufen. Also nicht alles mit wunderschönen Dingen verbauen, sondern auch freies Land lassen. Vergessen darf man auch nicht die Futterpflanzen. Denn Tiere wollen jederzeit Futter um sich haben und bedienen sich gerne selbst. Löwenzahn wächst gut in einem Terrarium.