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Einrichtung

Das Freigehege kann weitgehend sehr frei gestaltet werden. Es sollten nur wenige Details beachtet werden, die unbedingt notwendig sind.

Frühbeet oder Gewächshaus

Sie müssen ein Frühbeet oder Gewächshaus aufbauen. Entscheiden Sie selbst, was der Platz erlaubt und was Sie möchten. Grundsätzlich gehen immer mehr Leute zu einem Frühbeet über, da es hier sehr gute Angebote gibt und diese wirklich ihren Zweck sinnvoll erfüllen. Schildkröten müssen sich im Frühbeet aber auch bewegen können. Stellen Sie also sicher, dass sie hier mindestens 1 Meter x 1 Meter oder ähnliche Verhältnisse anbieten. Außerdem brauchen die Schildkröten darin einen Platz zum baden und trinken. Fürs Trinken empfehle ich dringend eine Geflügeltränke zu nutzen. Eine normale Wasserschale wird sie auf Dauer deprimieren. Denn die Tiere nehmen sie als Bad und verdrecken das Wasser innerhalb weniger Stunden. Das Frühbeet dient bei Jungtieren auch als Ort für die Nahrungsaufnahme und bei vielen Haltern ist das Frühbeet für Schildkröten bis zu einer Panzerlänge von 10cm auch der einzige Lebensraum. Erst anschließend gehen sie ins ungeschützte Freiland. Ein Frühbeet muss vor Überhitzung gesichert sein. Mehr dazu finden Sie aber dann im Bereich „Frühbeet“ hier auf meiner Seite.

Legehügel und Sonnenplätze

Schildkröten möchten sich schnell und zu jeder Zeit in einem Sonnenbad gehen lassen. Schaffen Sie also Hügel durch Erde, oder mit anderen Mitteln höhergelegene Plätze, damit die Schildkröten sich mit dem Panzer zur Sonne wenden können und Energie tanken können. Außerdem sollten Sie einen Legehügel aufschütten. Türmen Sie einen Hügel mit Erde etwa 25 cm in die Höhe. Machen sie diesen ruhig in fünffacher Größe zur Schildkröte, damit diese auf dem Hügel etwas Platz hat. Der Hügel sollte locker sein um das Graben der Tiere zu erleichtern. Die Schildkröte wird diesen Hügel als Legestelle nutzen und darin ihre Eier verbuddeln.

Ein kleiner Sonnenhügel für Jungtiere - für Schlechtwettertage mit Wärmequelle

Steine, Baumstämme u.ä.

Schatten ist genau so wichtig wie Sonne. Wenn die Tiere ihre Temperatur erreicht haben, kann es später zu Überhitzungen kommen. Damit das nicht passiert, suchen die Tiere den Schatten und regulieren die Temperatur sehr gut selbst. Mit großen Steinen, Baumstämmen und Gruben, können Sie für solche Plätze sorgen. Bauen Sie Gruben und andere Unterschlupfmöglichkeiten aber immer und unbedingt einsturzsicher. Denken Sie daran, Ihre Tiere können graben und auch dann darf nichts einstürzen. Auch ein Holzhaus kann den Tieren ein sehr guter Unterschlupf sein. Das Holzhaus ist gleichzeitig das Schutzhaus was Schildkröten brauchen, wenn sie ihre Ruhe möchten oder tatsächlicher einer Gefahr entfliehen.

Schatten erreichen Sie auch mit Pflanzen – natürlich nicht unbedingt mit Futterpflanzen, da der Schatten sonst schnell dahin ist. Besonders beliebte Pflanzen sind „Feuerlilien“. Sie wachsen über 50 cm in die Höhe und bieten einen sehr angenehmen Schattenplatz. Außerdem sind Feuerlilien winterfest. Sie blühen jedes Jahr sehr schön.

Futterpflanzen

Das beste Schildkrötenfutter ist das Unkraut im eigenen Garten. Das sollte auch die Ernährung der Tiere sein, die sie über Jahrzehnte hinweg erfahren. Pflanzen Sie gezielt Unkraut auf der Freilandanlage im Garten an. Besonders beliebt und auch sehr gesund, sind hierbei Löwenzahn und Spitzwegerich. Futter sind aber auch Disteln, Winde, Klee und Breitwegerich. Und natürlich mögen Schildkröten auch Heu sehr gern. Das Futter sollte auch mit der Natur übereinstimmen. Und das geht eben am besten, wenn Sie natürliche Wildkräuter im Freigehege wachsen lassen. Nutzen Sie kein vermeintliches Schildkrötenfutter aus Zoogeschäften und verzichten Sie außerdem auch auf Katzenfutter, Gemüse und Obst. Das alles hat mit einer natürlichen Ernährung nichts zutun und kann die Tiere außerdem zu schnell wachsen lassen. Was sie erkranken lässt.